Ein Detektiv wird häufig auch bei Problemen mit Wirtschaftskriminalität eingesetzt. Viele Unternehmen sehen sich bedingt durch den harten Konkurrenzkampf mit dem Problem der Betriebsspionage und Wirtschaftskriminalität konfrontiert. Das beginnt oftmals schon damit, dass immer wieder Material aus dem Lager verschwindet. Viele Mitarbeiter sehen es nur als Kavaliersdelikt an, wenn man vom Arbeitsplatz Büromaterial, einen Satz Scheibenwischer oder einige Dosen Motoröl mitgehen lässt.
Doch alleine schon durch diese vermeintlichen Kleinigkeiten entsteht dem Betrieb ein wirtschaftlicher Schaden. Mutiger geworden, sind es dann auch schon einmal größere Teile, wie zum Beispiel eine Stoßstange, ein Satz Winterreifen oder ähnliches, die man dann praktischerweise an den Nachbarn oder Bekannten weiter verkauft. Dieser freut sich über ein Schnäppchen, der Dieb aber hat eine bequeme Nebeneinnahme entdeckt. So entsteht nicht selten ein florierender Handel mit gestohlenem Zubehör.
Der wirtschaftliche Schaden für das Unternehmen wird erheblich. Spätestens an diesem Punkt wählen Firmeninhaber den Gang zum Detektiv. Dieser soll zum einen den Verursacher herausfinden und zum anderen entsprechende Beweise sichern. Um dies ohne großes Aufsehen und möglichst unauffällig bewerkstelligen zu können, wird der Detektiv meist als neuer Mitarbeiter in das Unternehmen eingeschleust. Hier kann er als Kollege direkt vor Ort seine Ermittlungen aufnehmen. Hat er einen Verdächtigen ins Auge gefasst, wird er versuchen, dessen Vertrauen zu gewinnen. Ist ihm dies gelungen, wird dann schon einmal dem neugewonnenen Kumpel gegenüber eine sprudelnde Einnahmequelle angedeutet, nicht ahnend, dass man einen Detektiv im Auftrag des Arbeitgebers vor sich hat.
Dieser wird Interesse an diesem geheimnisvollen Nebenverdienst zeigen mit dem Signal, ebenfalls mit einsteigen zu wollen. Fällt der Betrüger darauf herein, ist es für den Detektiv ein Leichtes, ihn zu überführen.
